• Besser genossenschaftlich wohnen.
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Gartenfelder Straße 14 – 28, 13599 Berlin

Größe des Gesamtgrundstücks: rd. 53 ha

Zahl der Wohnungen: ca. 3.800 Wohnungen (davon 12% Genossenschaften, 13% Baugruppen, 35% Kommunale Wohnungsbaugesellschaften und 40% Bauträger)

Siemensstadt und Gartenfeld waren über das ganze letzte Jahrhundert hin das Zentrum der weltweit erfolgreichen, deutschen Elektroindustrie. Hier haben immer mehrere zehntausend Menschen gearbeitet. Für die Arbeiter wurden rund um die Fabriken Wohnungen gebaut. Die hier errichteten Siedlungen, zum Beispiel die Reichsforschungssiedlung (1936) und die rauchlose Siemensstadt (1930; mit Fernheizung) waren als neue Typen des Wohnungsbaus der klassischen Moderne richtungsweisend für den Städtebau des 20. Jahrhunderts.

Heute haben sich die Produktionsschwerpunkte des Siemens-Weltkonzernes aus Siemensstadt wegverlagert. Das Kabelwerk in Gartenfeld wurde schon vor vielen Jahren stillgelegt. Das jetzt freigezogene Industriegebiet wird zur Hälfte gerade baurechtlich zu einem Mischgebiet umgewidmet. Der Senat von Berlin, der Bezirk Spandau, unsere und andere Genossenschaften, städtische Wohnungsbaugesellschaften, Baugruppen und Bauträger werden hier „Das Neue Gartenfeld“, ein Wohnquartier mit rund 4000 Wohnungen errichten.

Ganz in der Tradition der großen Baugeschichte in Siemensstadt im 20. Jahrhundert soll „Das Neue Gartenfeld“ beispielhaft für den Städtebau des 21. Jahrhunderts werden.

Hohe Flexibilität, Variabilität und individuelle Gestaltung der Wohnformen, Co-Housing und Clusterwohnungen, hohe Dichte und Zusammenhalt stiftender, öffentlicher Raum sind Merkmale des Neuen Gartenfeld. Baugruppen, Genossenschaften, Städtische Wohnungsbaugesellschaften und Bauträger fügen hier eng kooperierend ihre Interessen zu einem städtischen, urbanen Quartier mit hoher Lebensqualität zusammen.

Die Digitalisierung wird im Neuen Gartenfeld in den Siedlungs- und Wohnungsbau übertragen. Das Neue Gartenfeld wird das erste „Smart City Quartier“ Berlins. Die gesamte technische und soziale Infrastruktur und alle Medien im Quartier werden digital, auf dem neuesten Stand der Technik integriert, zentral gesteuert, in jeder Hinsicht ökologisch und effizient optimiert und für jeden einzelnen Bürger über seine „Quartiers App“ jederzeit nachvollziehbar nutzbar gemacht. Dazu gehören neben vielen anderen Neuerungen ein energieeffizientes Wohnen, ein Mobilitätskonzept mit einem zentralen Mobilitätshub und einer Mobilitätsgarantie mit autonom fahrenden Fahrzeugen im ganzen Quartier.

Die Bildung von Gemeinschaftseigentum für alle Nutzer und Eigentümer (Parks, Mobilitätskonzept, soziale Vorsorge) will ein selbstorganisiertes und kooperatives Stadtleben anregen und aufbauen. Die dafür notwendigen Investitionen und späteren fortlaufenden Betriebskosten werden von Beginn des Planungsprozesses an in die Herstellungskosten einbezogen. Die zukünftigen Nutzer werden das gesamte Gemeinschaftseigentum selbst verwalten.